netzeitung.deDeutsche sehen Merkel als Anwältin der Reichen

 Herausgeber: netzeitung.de

Unbeliebtes Politikgespann: Kurt Beck und Angela Merkel. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Unbeliebtes Politikgespann: Kurt Beck und Angela Merkel.
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Schlechte Nachrichten zum Beginn des CDU-Parteitages: Laut einer Umfrage meinen 60 Prozent der Deutschen, Angela Merkel kümmere sich nicht um die kleinen Leute. Auch die Große Koalition ist eher unbeliebt.

Nur 26 Prozent der Bundesbürger glauben einer Umfrage zufolge, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Interessen der kleinen Leute verpflichtet ist. Die Mehrheit von 60 Prozent betrachtet die Kanzlerin hingegen eher als Interessenvertreterin der Reichen.

Das ergab eine Umfrage von TNS Forschung im Auftrag des «Spiegels», von der das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab berichtete. Demnach wünscht sich auch mehr als die Hälfte der Bürger zur Halbzeit der großen Koalition keine Neuauflage von Schwarz-Rot nach der nächsten Wahl.

Nach zwei Amtsjahren der Kanzlerin finden zwei Drittel der Befragten, Merkel sei vor allem an Außenpolitik interessiert. Nur 24 Prozent glauben, für sie hätten die Ereignisse in Deutschland Vorrang. Zugleich erreicht Merkel gute Persönlichkeitswerte: 72 Prozent der Befragten finden sie eher sympathisch. 81 Prozent halten sie für bodenständig, nur 14 Prozent für eher abgehoben.

Für eine Fortsetzung der großen Koalition nach der nächsten Bundestagswahl 2009 sprachen sich 36 Prozent aus, 57 Prozent sind dagegen. Am stärksten ist die Ablehnung bei den Anhängern der FDP und der Linken mit 78 und 72 Prozent. Doch auch bei den Unterstützern von Union und SPD ist die Mehrheit der Befragten dem Bericht zufolge gegen eine Neuauflage. Befragt wurden 1.000 Personen am 27./28. November 2007. (AP)