30. Nov 2007 16:24
Die Betrugsvorwürfe gegen Unicef Deutschland sind nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Unicef-Deutschlandchefin Simonis forderte ihren Geschäftsführer auf, sein Amt ruhen zu lassen.
Feld sagte, der Anfangsverdacht ergebe sich aus den bisherigen Medienberichten über den Fall. «Da haben wir uns gesagt, das müssen wir jetzt sauber prüfen.» Nach einem Bericht der «Frankfurter Rundschau» sollen bei Unicef «Unsummen für dubiose Beraterverträge und eigenmächtig veranlasste Bauarbeiten» ausgegeben worden sein. So habe ein ehemaliger Bereichsleiter seit seiner Pensionierung vor zwei Jahren Honorare von fast 300.000 Euro bekommen. Garlichs sagte dazu, die Gesamtsumme sei ihm nicht bekannt, aber der Mitarbeiter habe einen Tagessatz von 700 Euro erhalten.Die ehrenamtliche Unicef-Vorsitzende Heide Simonis forderte Garlichs daraufhin auf, seine Tätigkeit bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Außerdem schlug sie die Prüfung der Kritikpunkte durch einen unabhängigen Sachverständigen vor. Für Samstag wurde in Köln eine Vorstandssitzung einberufen. Der «Süddeutschen Zeitung» sagte Simonis: «Mir blutet das Herz. Für mich ist das ein Alptraum.» (dpa)