30. Nov 2007 14:30
Der Bundesrat hat die umstrittene Vorratsdatenspeicherung verabschiedet. Jetzt wollen FDP-Politiker und ein breites Bürgerbündnis gegen das Gesetz Verfassungsklage in Karlsruhe erheben.
Der Bundesrat hat am Freitag der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung zugestimmt. Damit werden Telekommunikationsunternehmen ab 2008 verpflichtet, die Verbindungsdaten ihrer Kunden für Telefon, Internet und E-Mails sechs Monate zu speichern. Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte können die Daten nach richterlicher Genehmigung abfragen. Demnach müssen Telekommunikationsunternehmen sechs Monate lang speichern, wer mit wem wann telefoniert hat. Gespeichert werden Rufnummer, Uhrzeit, Datum der Verbindung und - bei Handys - der Standort zu Beginn des Gesprächs. Beim Internet werden Daten zum Zugang (IP-Adresse) sowie zur E-Mail-Kommunikation und Internet- Telefonie erfasst. Der Inhalt der Gespräche wird nicht gespeichert. Zugriff haben Polizei und Staatsanwaltschaft, wenn ein Richter-Beschluss vorliegt.