SPD und CDU haben sich inzwischen erneut zu flächendeckenden Mindestlöhnen geäußert. «Einen flächendeckenden Mindestlohn, so wie die SPD ihn will, wird es mit uns nicht geben», sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am Freitag im ARD-Morgenmagazin. SPD-Fraktionschef Peter Struck betonte hingegen, der Mindestlohn sei «absolut nicht» vom Tisch. «Wir werden das weiterverfolgen bis zur Bundestagswahl.»Struck fügte ebenfalls im ARD-Morgenmagazin hinzu: «Wir wollen einen flächendeckenden Mindestlohn für alle.» In Deutschland sollten Hungerlöhne vermieden werden. Branchen, die für einen Mindestlohn in Frage kämen, könnten bis Ende März Anträge stellen. Dazu gehörten das Bewachungsgewerbe und Zeitarbeitsfirmen. «Wir werden in den nächsten Monaten über jede einzelne Branche sicherlich streiten.» Pofalla warnte: «Bei einem flächendeckenden Mindestlohn von 7,50 Euro wären eine Million Arbeitsplätze gefährdet.» Struck verwies hingegen darauf, dass in 20 von 27 europäischen Ländern ein Mindestlohn gelte. Keine dieser Volkswirtschaften sei daran kaputt gegangen. (AP, dpa)