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SPD-Kritik an Juso-Chefin wegen «Roter Hilfe»

29. Nov 2007 21:59
Die Juso-Vorsitzende Drohsel mit Außenminister Steinmeier
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Die neue Judo-Vorsitzende Drohsel ist wegen ihrer Mitgliedschaft in der Unterstützungs-Organisation «Rote Hilfe» Rücktrittsforderungen ausgesetzt. Eine Warnung kommt aus der eigenen Partei.

Unions- und FDP-Politiker haben die neue Juso- Vorsitzende Franziska Drohsel wegen ihrer Mitgliedschaft in der vom Verfassungsschutz beobachteten linken Organisation «Rote Hilfe» scharf attackiert. «Dieser Verein unterstützt die Rote Armee Fraktion. Frau Drohsel bekennt sich damit zu linksextremer Gesinnung. Das ist mit ihrem Amt als Juso- Vorsitzende unvereinbar, sie muss zurücktreten», sagte CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Das FDP- Vorstandsmitglied Johannes Vogel forderte Drohsel in der Zeitung auf, aus dem Verein auszutreten. Ähnlich äußerte sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz.

Die am vergangenen Wochenende zur neuen Vorsitzenden der SPD- Nachwuchsorganisation gewählte Berliner Juristin wies die Rücktrittsforderung zurück. Die Mehrheit der Jusos und sie selber seien der Auffassung, dass «die Mitgliedschaft und das Amt als Juso- Bundesvorsitzende nicht im Widerspruch zueinander stehen», teilte Drohsel mit. Das zeige auch ihr Wahlergebnis von 76 Prozent. Sie werde daher nicht aus der «Roten Hilfe» austreten. Die «Rote Hilfe» unterstützt linke Demonstranten, die bei Kundgebungen festgenommen werden. Sie ruft zudem zur Solidarität mit inhaftierten RAF-Terroristen auf. Von diesen Aufrufen distanzierte Drohsel sich und erklärte: «Keinesfalls trage ich sämtliche Positionen der Roten Hilfe.»

Haderthauer forderte SPD-Chef Kurt Beck zum Handeln auf. «Er muss entscheiden, ob Drohsel noch dem SPD-Vorstand angehören soll», sagte sie der «Süddeutschen Zeitung». Juso-Vorsitzende gehören automatisch dem SPD-Vorstand an. Wiefelspütz sagte der «SZ», Drohsel sei gut beraten, ihre Mitgliedschaft in der «Roten Hilfe» zu überdenken. Diese Organisation werde aus guten Gründen vom Verfassungsschutz beobachtet. Die CDU-Studentenorganisation RCDS bezeichnete Drohsel als «Terror-Sympathisantin» und verlangte, sie müsse ihr Amt aufgeben.(dpa)

 
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