24. Nov 2007 15:03
Anlaufende Brille, ungenaues Navigationssystem und herausfallende Ohrhörer – eine neue Kampfausrüstung der Bundeswehr bekommt von den Soldaten keine guten Noten. Das Ministerium sieht das anders.
Eine von der Bundeswehr hochgelobte neue Infanterieausrüstung ist laut «Spiegel» bei den Soldaten auf herbe Kritik gestoßen. Die pro Soldat gut 20.000 Euro teure Ausstattung namens «Infanterist der Zukunft» umfasst unter anderem Schutzwesten, Mini-Computer, Schutzbrillen, Funkgeräte und neue Waffen. Das Magazin zitierte aus internen Berichten aus dem Afghanistan-Einsatz, wonach die Ausrüstung viel zu schwer sei, was Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit der Soldaten insbesondere bei großer Hitze zu sehr einschränke. Außerdem sei die Weste samt Panzerung so sperrig, dass die Soldaten in äußerst unbequemer Sitzhaltung in den Geländewagen kauern müssten - und nur mit Mühe wieder aussteigen könnten.