netzeitung.deMisshandlungsverdacht an Polizeischule

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Polizeihundeschule Herzogau: Anonyme Hinweise auf angebliche Misshandlungen (Foto: dpa/Armin Weigel <br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Polizeihundeschule Herzogau: Anonyme Hinweise auf angebliche Misshandlungen
Foto: dpa/Armin Weigel
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Junge Beamte mussten Abfälle Essen, Frauen an Stachelhalsbändern durch die Kantine kriechen, lauten anonyme Vorwürfe. Bayerns Ermittler sind alarmiert.

In einer bayerischen Polizeihundeschule sollen junge Polizisten misshandelt worden sein. Aufgrund eines anonymen Schreibens, in dem derartige Anschuldigungen erhoben wurden, haben die Staatsanwaltschaft Regensburg und das bayerische Innenministerium Ermittlungen in die Wege geleitet. Wie die «Nürnberger Nachrichten» berichten, sollen in der zentralen Polizeihundeschule Herzogau in Waldmünchen insbesondere Beamtinnen sexuell erniedrigt worden sein. Der Präsident der Bereitschaftspolizei sei beauftragt worden, die gravierenden Anschuldigungen intern aufzuklären, teilte das bayerische Innenministerium mit.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte den «Nürnberger Nachrichten», theoretisch könne dies alles frei erfunden sein. «Aber in dieser Konkretisierung ist das nicht sehr wahrscheinlich.» So oder so müsse dies geklärt werden.

Der Zeitung lag eine achtseitige Anzeige vor, die offenbar ein Polizist verfasst hatte. Demnach hätten die Täter junge Beamte unter anderem gezwungen, Abfälle und Essensreste zu essen sowie Frauen an Stachelhalsbändern auf allen Vieren durch die Kantine geführt. Hunde mussten Schläge, Tritte und Würgeschlingen ertragen. Zudem soll es Alkoholexzesse und Prügeleien in der Polizeieinrichtung in der Oberpfalz gegeben haben. Mit Wissen der Behördenleitung hätten Prostituierte aus dem nahen Tschechien in der Einrichtung verkehrt. (dpa)