Einwanderer aus Städten seien leichter zu integrieren als Migranten mit einer «archaisch bäuerlich geprägten Herkunft», hieß es weiter. Integrationsprobleme hätten oft auch Menschen, die durch Bürgerkriege entwurzelt und verroht seien.In Deutschland gebe es 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das seien 19 Prozent der Bevölkerung, erläuterte Hoofe. Trotzdem sei nicht genau bekannt, wie ihr Alltag aussehe und welche Wertvorstellungen sowie Lebensziele sie haben. Auf der Basis der Untersuchung wolle die Bundesregierung nun ihre Integrationspolitik zielgenauer ausrichten. Nach Angaben des Ministeriums gab es eine solche Studie noch nie.
Für die Studie über Lebenswelten und Rollenbilder von Migranten wurden von dem Heidelberger Institut Sinus-Sociovision mehr als 100 Gespräche geführt - und zwar in der Muttersprache der Migranten. Befragt wurden vor allem Zuwanderer aus der Türkei, Russland, Südeuropa, Kurden und Spätaussiedler. (dpa/epd)