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CSU will «monströse Moscheebauten» stoppen

03. Sep 2007 16:24
Erwin Huber
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Die neue CSU-Spitze will sich nicht der Richtliniengewalt der Kanzlerin aussetzen, sagt Erwin Huber. Der designierte Parteichef hat konkrete Vorstellungen, wie er das Profil der Christsozialen schärfen will.

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) will im Fall seiner Wahl zum Parteivorsitzenden die Eigenständigkeit der Christsozialen in der Union sichern. «Es ist ein Vorteil in der Anfangszeit der Nach-Stoiber-Ära, wenn die neue Spitze der CSU nicht sofort in die Richtlinien-Kompetenz der Bundeskanzlerin eingebunden ist, wie das auch von der SPD praktiziert wird», sagte Huber der «Leipziger Volkszeitung». Das helfe der CSU ganz sicher, die Eigenständigkeit zu bewahren.

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Deshalb wolle er erst nach den vier Wahlen - Kommunalwahl, Landtagswahl, Europawahl und Bundestagswahl - im Fall seines Erfolges auf dem CSU-Parteitag nach Berlin wechseln. Damit griff Huber indirekt seinen Konkurrenten, Bundesagrarminister Horst Seehofer an, der im Fall einer Wahl zum CSU-Chef weiter in Berlin Minister unter Merkel wäre.

Bei den anstehenden Wahlen sollte der neue Parteivorsitzende «ganz nah bei seiner Partei sein», meint Huber. Er wies darauf hin: «Für das Gewicht der CSU im Bund und in der Union spielt es keine Rolle, wer das beste Schlitzohr an der CSU-Spitze ist, sondern entscheidend ist, mit welchem Ergebnis die CSU aus der nächsten Landtagswahl heraus kommt.»

Huber will auch das christlich-konservative Profil der CSU schärfen. Als Vorsitzender der Christsozialen werde er mit dafür sorgen, «dass die christlichen Sittengesetze auch in der praktischen Politik wahrgenommen werden», sagte Huber und fügte in Anspielung auf den geplanten Bau einer Großmoschee in Köln hinzu: «Wir lassen uns den christlichen Charakter unseres Landes nicht durch monströse Moscheebauten verschandeln.»

Derzeit regiert die CSU in Bayern mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag. Während Hubers wichtigster Gegenkandidat, Horst Seehofer, für die nächste Landtagswahl erneut mehr als 60 Prozent für die CSU anpeilt und der CSU unter seiner Führung dies auch zutraut, riet Huber zu etwas mehr Bescheidenheit: «53 Prozent plus X sind zu schaffen. Wir arbeiten für einen überzeugenden Regierungsauftrag in Bayern.» (nz)

 
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