29.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Waffen per DHL verschicken
Waffen und Munition der Bundeswehr könnten schon bald von den Transportunternehmen DHL oder Schenker transportiert werden. Es werde geprüft, ob der Transport so günstiger werde.
Über eine teilweise Privatisierung der Bundeswehr- Logistik ist nach Angaben des Verteidigungsministerium noch keine Entscheidung gefallen. Ein Ministeriumssprecher erklärte am Mittwoch in Berlin, die bundeseigene Gesellschaft für Entwicklung und Beschaffung (GEBB) habe ein «Interessenbekundungsverfahren» durchgeführt.
Damit solle zunächst ermittelt werden, ob etwa beim Waffentransport die Kooperation mit einem Partner aus der Wirtschaft günstiger sei als eine «optimierte Eigenlösung». Dies werde nun anhand der eingegangenen Bewerbungen «ergebnisoffen untersucht».
Das «Handelsblatt» hatte gemeldet, dass die Basis-Logistik der Bundeswehr - wie die Lagerhaltung sowie der Transport von Waffen und Munition - an private Unternehmen vergeben werden soll.
Unter anderem hätten die Post-Tochter DHL und die Bahn-Tochter Schenker bei der GEBB ihr Interesse bekundet. Dem Bericht zufolge geht es um ein Volumen von drei Milliarden Euro. Allein der erste Auftrag habe einen Wert von 800 Millionen. Diese Zahlen wollte das Verteidigungsministerium allerdings nicht bestätigen. Es handele sich dabei lediglich um Schätzungen der Industrie. (dpa)