27. Aug 2007 15:08
Wegen der Misshandlung und entwürdigenden Behandlung von Rekruten ist ein Bundeswehrausbilder zu Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.
Die Verteidiger hatten zuletzt in allen Fällen auf Freispruch plädiert. Die Staatsanwaltschaft hatte Bewährungs- und Geldstrafen gefordert. In dem Prozess um fingierte Geiselnahmen aus dem Jahr 2004 sind insgesamt 15 Männer angeklagt. Das am Montag abgeschlossene Verfahren gegen vier der ehemaligen Ausbilder war wegen relativ geringer Tatbeteiligung abgetrennt worden. Gegen einen Kompaniechef und weitere zehn Ausbilder des Instandsetzungsbataillons Coesfeld geht der Prozess noch weiter. Ihnen wird Misshandlung und Entwürdigung von 163 Rekruten bei insgesamt vier simulierten Geiselnahmen im Sommer 2004 zur Last gelegt. Sie sollen die Rekruten mit Stromschlägen misshandelt, nassgespritzt, getreten und geschlagen haben. Das Bekanntwerden der Vorwürfe hatte im November 2004 zu einer Welle öffentlicher Empörung geführt. (dpa)