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NPD-Ansturm auf Gräfenberg bleibt aus

18. Aug 2007 14:12
In Jena protestierten außer diesem Kind noch 1000 weitere Menschen gegen die rechtsextreme NPD
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Mit einem «Tag der Demokratie» wehren sich die Menschen in Wunsiedel gegen den Rechtsextremismus. Bislang gab es am alljährlichen Aufmarschtag der NPD keine Zwischenfälle.

Der befürchtete Ansturm von Anhängern rechtsextremer Organisationen auf die oberfränkische Kleinstadt Gräfenberg ist am Samstag zunächst ausgeblieben. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten sich wenige Minuten vor Beginn der geplanten Kundgebung rund 150 Neonazis in Gräfenberg versammelt. Die Stadt hatte mit bis zu 1000 Rechtsradikale gerechnet. Nach dem Verbot der alljährlichen Aufmärsche zum Todestags von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß in Wunsiedel hatte die rechtsextreme NPD Gräfenberg zum Schauplatz ihrer Veranstaltung gewählt.

Platzverweise für Gegendemonstranten

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Aus Protest gegen einen Aufmarsch der NPD gingen in Jena nach Polizeiangaben bis zu 1000 Menschen auf die Straße. An NPD-Aufzug beteiligen sich etwa 300 Rechtsextreme, darunter der Bundesvorsitzende der Partei, Udo Voigt, der auch auf einer Kundgebung redete.

Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen den beiden Gruppierungen zu unterbinden. Gegen 25 Gegendemonstranten wurden Platzverweise ausgesprochen, drei wurden nach Steinwürfen zeitweilig in Gewahrsam genommen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Teilnehmer des NPD-Aufmarsches erhielt eine Anzeige wegen des Zeigens von Symbolen verfassungswidriger Organisationen.

Gottesdienst gegen rechts

In Wunsiedel nahmen am frühen Nachmittag rund 400 Menschen an einem Friedensgottesdienst teil. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler rief beim «Tag der Demokratie» zum Kampf gegen den Extremismus auf. Hauptredner einer Kundgebung am Nachmittag ist Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU). Nach Angaben der Polizei kam es bislang weder in Gräfenberg noch in Wunsiedel zu Zwischenfällen. (dpa)

 
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