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Auch Brot wird bald teurer

02. Aug 2007 15:26
Brote
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Die Bäcker rechnen damit, dass Brot und Backwaren in Deutschland teurer werden - wegen der höheren Getreide- und Milchpreise.

Nach Butter und Milch werden voraussichtlich auch Brot und Backwaren für die Verbraucher teurer. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Großbäckereien, Helmut Martell, sagte am Donnerstag im Gespräch mit AP: «Es wird sicherlich eine Preiserhöhung geben.» Nach seiner Einschätzung werden die Abgabepreise an den Handel je nach Sortiment um fünf bis neun Prozent steigen. «Was der Handel daraus macht, ist seine Sache», erklärte Martell.

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Nach Berechnungen des Verbands, dessen Mitglieder den Handel beliefern oder ihre Erzeugnisse über größere Filialketten absetzen, sind die Herstellungs- und Vertriebskosten für Brot und Backwaren um neun Prozent gestiegen. Für Bio-Backwaren hätten sie sogar die 20-Prozent-Grenze erreicht. Vor allem verhagelten die enorm gestiegenen Getreidepreise den Bäckern die Bilanz. So werde für Bio-Getreide bis zu 65 Prozent und für konventionelles Getreide bis zu 24 Prozent mehr verlangt.

Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle lag der Weizenpreis im Juli mit rund 190 Euro pro Tonne gut zwei Drittel höher als im Vorjahr. Auch der Großhandelspreis für Brotroggen habe entsprechend zugelegt. Ursachen seien die engere Versorgungssituation am Weltmarkt, mäßige Ernteaussichten und kräftige spekulative Einflüsse gewesen. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Peter Becker, hatte bereits Mitte Juli betont: «Es ist eine betriebswirtschaftliche Selbstverständlichkeit, dass Preissteigerungen im hohen zweistelligen Prozentbereich für unseren wichtigsten Rohstoff Mehl nicht ohne Einfluss auf die Preiskalkulation unserer Betriebe bleiben.»

Rekord

Die Bundesbürger haben einen Rekord beim Verzehr von Brot, Brötchen und Kleinbackwaren aufgestellt. Mit einem Verbrauch von durchschnittlichen 86,9 Kilogramm in den vergangenen zwölf Monaten übertrafen sie nach Angaben der Vereinigung Getreide-, Markt- und Ernährungsforschung (GMF) sogar noch den bislang höchsten gesamtdeutschen Wert von 2002/2003.

Im vergangenen Getreidewirtschaftsjahr (Juli bis Juni) hatte es mit 85,9 Kilogramm ein leichtes Zwischentief gegeben. GMF-Geschäftsführer Heiko Zentgraf sagte, in Deutschland gebe es schätzungsweise 300 Brotsorten. In einer repräsentativen Verbraucherumfrage lag mit 28 Prozent der Nennungen die Gruppe der Vollkornbrote an der Spitze. Platz zwei belegten die Mehrkorn- und Spezialbrote (24 Prozent), dicht gefolgt von den traditionsreichen Roggen-/Roggenmischbroten.

Heller

Diese Gruppe hatte lange den Spitzenplatz gehalten. Anschließend werde es heller, was die Brotvorlieben angehe, erklärte Zentgraf. 15 Prozent wählten Weißbrote (inklusive Baguette, Ciabatta, Fladenbrot und Toast). Bei 11 Prozent ist die hellere Weizen-Mischbrotvariante am beliebtesten. Vollkornbrote liegen in der Gruppe der über 30-Jährigen weit über dem Durchschnitt. Zentgraf nannte sie «Super-Vollkorn-Fans». Die über 50-Jährigen halten überproportional den beiden Mischbrotgruppen die Treue. Bei den Jüngeren (unter 30 Jahre) stehen Mehrkorn-/Spezialbrote und Weißbrote gemeinsam an der Spitze. (AP)

 
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