31. Jul 2007 08:12
Die FDP will den Mohnanbau in Afghanistan unterbinden. Als ersten Schritt schlägt Generalsekretär Niebel vor, die gesamte Ernte durch staatliche Stellen aufzukaufen.
Anschließend sollten die Pflanzen vernichtet oder aber für medizinische Zwecke nutzbar gemacht werden, sagte Niebel der «Süddeutschen Zeitung». Etwa 90 Prozent des weltweit gehandelten Rohopiums stammen nach dem Bericht aus Afghanistan. 2006 seien es 6100 Tonnen gewesen. Niebel sagte, die Händler und nicht die afghanischen Bauern machten die wesentlichen Gewinne beim Rauschgifthandel. Deshalb sei ein solches Vorgehen durchaus finanzierbar.
Mit dem Aufkauf sollten die staatlichen afghanischen Institutionen betraut werden. Für eine Übergangszeit sei aber auch denkbar, dass sich etwa Deutschland an der Finanzierung beteilige. Das sei «sicher billiger als der jetzige militärische Einsatz», sagte Niebel. (dpa)