Grüne sehen Bischof Mixa vom Teufel geritten
Mixa hatte im Zusammenhang mit den umstrittenen Bauplänen einer Groß-Moschee in Köln mehr Zurückhaltung bei der Genehmigung islamischer Gotteshäuser in Deutschland gefordert. Solange Christen in islamischen Ländern so gut wie keine Daseinsberechtigung hätten, reiche in einer christlich geprägten Kultur auch ein schlichter muslimischer Andachtsraum, zitierte die «Rheinischen Post» am vergangenen Freitag den katholischen Würdenträger. Bleibe mehr Entgegenkommen zu Gunsten der Religionsfreiheit und Menschenwürde der Christen aus, sollte man in Deutschland den Muslimen in aller Freundschaft antworten, so Mixa: «Dann muss es eben keine große Moschee sein mit hoch emporragenden, demonstrativ in Erscheinung tretenden Minaretten.»
Der geplante Bau einer Groß-Moschee erhitzt in Köln seit Monaten die Gemüter. Der türkische Religionsverband Ditib will auf seinem Gelände im Stadtteil Ehrenfeld ein neues Gebetshaus bauen. Doch vor allem die geplante Größe des Gotteshauses stößt auf Widerstand.
Grünen-Chefin Roth stellte klar, die Bundesrepublik werde sich «nicht in den Kampf der Kulturen und Religionen treiben lassen, von dem Mixa und seine ultrakonservativen Münchner Freunde träumen, die heute wieder unter dem Kreuzritterslogan von 1096 'Gott will es' antreten». Die Bundesrepublik müsse sich vielmehr fragen, ob ein Mann wie Mixa noch Militärbischof sein könne. (nz)

