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Lupe Mehrheit der Deutschen für Soli-Abschaffung

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger würden am liebsten so bald wie möglich keinen Solidaritäts-Zuschlag mehr zahlen. Der Bund der Steuerzahler hatte errechnet, dass für den Aufbau Ost mehr eingenommen wird als geplant.

Rund zwei Drittel der Deutschen sind einer Umfrage zufolge für eine zügige Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Wie die «Bild am Sonntag» vorab berichtete, ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Zeitung, 67 Prozent der Bundesbürger seien der Ansicht, dass der Zuschlag zur Finanzierung der Wiedervereinigung sobald wie möglich abgeschafft werden solle.

Von den Arbeitern seien 89 Prozent dafür, von den Angestellten und Selbstständigen jeweils 74 Prozent. Unter den Beamten liegt die Zustimmung für eine baldige Abschaffung nur bei 46 Prozent.

Die neue Diskussion um den Soli hatte der Bund der Steuerzahler angefacht. Er hatte errechnet, dass der Staat über die Abgabe 32 Milliarden Euro mehr einnehme als er bis 2019 im Solidarpakt II für den Aufbau Ost ausgebe. Zudem würden nur zwei Drittel der Gelder zweckgerecht verwendet.

Der Verband führt seit Jahren einen Kampf gegen den seit 1995 erhobenen Zuschlag von derzeit 5,5 Prozent auf die Lohn-, Einkommen- und Körperschaftsteuer. Das Bundesfinanzministerium sprach von einer Kampagne gegen die Ostdeutschen. (Reuters)