Goebbels-Vergleich provoziert Scientology
26.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Scientologin geht noch weiter: Sie sieht gar den Standort Deutschland wegen Gandows Äußerungen in Gefahr. Sie spricht von der «Außenwirkung» auf Amerikaner und die internationale Staatengemeinschaft, «die erneut einen Blick auf das intolerante Deutschland erhaschen».
Doch dass die Evangelische Kirche ihrer Forderung nach Ablösung Gandows nachkommt, glaubt die Sprecherin der selbst ernannten Kirche, dann doch nicht. Denn das «käme natürlich beinahe einer Anerkennung gleich und daher wird die Evangelische Kirche über diesen Schatten kaum springen», gibt sich Weber kleinlaut. Dennoch wäre es aus ihrer Sicht «vernünftig, dem unseligen Treiben dieses Hasspredigers aus vergangenen Tagen auf relativ elegante Art und Weise ein Ende zu setzen und weiteren Schaden von der Amtskirche und dem Land Berlin abzuwenden».
Die Berliner CDU nannte die Ausführungen der Scientology-Sprecherin absurd. Der Schauspieler Cruise sei identisch mit dem Scientologen Cruise und es wäre naiv, beide Rollen zu trennen, zitiert die Online-Ausgabe des «Tagesspiegels» den Generalsekretär der Hauptstadt-Union, Frank Henkel. Er kenne Gandow als engagierten und leidenschaftlichen Aufklärer über die Gefahren, die von der «totalitären Psychosekte» ausgingen, ergänzte Henkel und forderte die Gesellschaft zur Solidarität mit dem Sekten-Beauftragten auf. (nz)

