17. Jul 2007 16:17
Im Bremer Landesparlament ist künftig kein DVU-Abgeordneter mehr vertreten. Der einzige Mandatsträger der rechtsextremen Partei erklärte seinen Austritt.
Die DVU ist nicht mehr im Bremer Landesparlament vertreten. Ihr einziger Abgeordnete Siegfried Tittmann ist aus der Partei ausgetreten. Er wolle der Bremer Bürgerschaft künftig als Parteiloser angehören, sagte Tittmann und bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Tittmann hatte demnach dem Parteivorsitzenden Gerhard Frey am Montag seinen Austritt mitgeteilt. Er habe die Nase von Parteipolitik voll, sagte der 53-Jährige, der seit 1989 in der DVU und seit 2004 auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Partei war.
Für seinen Schritt führte er persönliche Gründe an. «Es geht nicht gegen die DVU und Dr. Frey und seine Familie», sagte Tittmann. Die Zusammenarbeit sei stets gut gewesen, und der Schritt sei ihm nicht leicht gefallen. «Es ist Zeit, mal einen anderen Weg zu gehen.»
Die DVU stellte seit der Wahl 1987 mit Ausnahme einer Legislaturperiode stets Abgeordnete in der Bremer Bürgerschaft. Seit 1999 war Tittmann ihr einziger Vertreter, weil die Partei seither jeweils nur in Bremerhaven die Fünf-Prozent-Hürde nahm. (AP)