Voran geht es unterdessen im sächsischen Landtag, wo Regierungsfraktionen und Opposition über den Untersuchungsausschuss streiten, der die Affäre aufklären soll. Ein Rechtsgutachten des Landtages kam zu dem Ergebnis, dass der dazu von den Oppositionsparteien Linke, FDP und Grüne vorgelegte Antrag verfassungswidrig sei. Das Landesparlament in Dresden will auf einer Sondersitzung am 19. Juli über die Einsetzung des Untersuchungsausschusses entscheiden. Sprecher von Linksfraktion, FDP und Grünen kritisierten das negative Votum des Rechtsgutachtens zum Einsetzungsauftrag. Der rechtspolitische Sprecher der Linken, Klaus Bartl, nannte eine Änderung des eigentlichen Untersuchungsauftrages «außerhalb jeder Debatte». Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Torsten Herbst, sagte: «Wir werden nicht erlauben, dass wir ausgebremst werden.»