01. Jul 2007 11:15
Die Rechtssextremisten waren auf dem Weg zu einer Demonstration der NPD. Es eskalierte, als in Rostock eine Gruppe linker Gegendemonstranten in einen Zug zustieg.
Die Polizei hatte den Zug am Bahnhof Pölchow gestoppt und die Gruppen mit starken Kräften getrennt. Die Bahnstrecke war in Richtung Güstrow - Rostock für mehr als eine Stunde gesperrt. In Rostock wurde dann die Identität von 141 Zuginsassen festgestellt, darunter 47 aus dem rechten Spektrum. Im Zug saß laut Bundespolizei auch der Vorsitzende der Schweriner NPD-Landtagsfraktion, Udo Pastörs.Die Demonstration selbst verlief dann laut Polizei relativ ruhig. Die NPD zog mit rund 200 Teilnehmern durch die Innenstadt. Zu der Gegenveranstaltung, die von den Grünen, dem Gewerkschaftsbund DGB und der Initiative «Bunt statt Braun» organisiert wurde, kamen laut Polizei rund 400 Menschen. Die Veranstalter sprachen von etwa der doppelten Zahl. Entlang der Demonstrationsstrecke kam es nach Polizeiangaben zu vereinzelten Auseinandersetzungen, die jedoch von den rund 2000 Einsatzkräften aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern unterbunden wurden. Neun Teilnehmer aus dem rechten und elf aus dem linken Spektrum wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen.
Hintergrund der Demonstration war ein seit zwei Wochen andauernder Konflikt um ein Rechtsextremisten-Geschäft. Am vergangenen Wochenende waren bei Krawallen zwischen Anhängern der linken und rechten Szene und der Polizei mehrere Beamte und Randalierer verletzt worden. (dpa)