Polizei-Vize droht «riesiges Problem»
14.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Glombitza lehnt eine Stellungnahme zu den Behauptungen ab. Auch seine Vorgesetzte, die Dessauer Polizeipräsidentin Brigitte Scherber-Schmidt, will «keine Interviews zu dienstlichen Angelegenheiten geben». Dagegen haben die Staatsschützer eidesstattlich versichert, das interne Dienstgespräch korrekt wiedergegeben zu haben. Dieses Protokoll gelangte dann an die Öffentlichkeit. Danach wurden die Beamten innerhalb der Polizei versetzt.
Nun bitten sie in «Panorama» um die Rückkehr auf ihre alte Dienststelle: «Ich bin enttäuscht, diese Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht», sagte der ehemalige Dessauer Staatsschutzleiter Sven Gratzik dem Magazin. Der Experte für rechtsextremistische Gewalt muss sich künftig in Köthen um entlaufene Katzen und Ruhestörer kümmern. Auch der ehemalige Sachbearbeiter im Staatsschutz Christian Kappert bedauert seine Versetzung in den zentralen Einsatzdienst Dessau. «Ich habe meine vorige Verwendung sehr gerne gemacht. Jetzt muss ich den fließenden Verkehr überwachen.»
Ministerpräsident Böhmer signalisiert gegenüber «Panorama» ein mögliches Einlenken: «Selbstverständlich, wenn es sich herausstellt, dass sie ungerechtfertigt versetzt worden sind, wird das rückgängig gemacht.» (nz)

