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Polizei räumt nach Nazi-Überfall Pannen ein

11. Jun 2007 11:23, ergänzt 16:22
Schwerer Fehler: Polizei lässt mutmaßlichen Täter wieder laufen
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Die Polizei hat nach mehreren Fehlern bei einem rechtsextremen Überfall auf eine Theatergruppe in Sachsen-Anhalt Konsequenzen gezogen: Der leitende Beamte muss gehen.

Nach dem Neonazi-Überfall auf ein Theaterensemble in Sachsen-Anhalt hat die Polizei «Fehler und Pannen» eingeräumt. Der zuständige Dienstgruppenleiter sei von seiner Position entbunden worden, sagte Halberstadts Polizeipräsidentin Christiane Marschalk. «Der Einsatz war geprägt von einer Mehrzahl von Fehlleistungen.»

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Die Polizei hatte nach der brutalen Attacke auf fünf Mitglieder einer Theatergruppe am Samstag in Halberstadt zwar einen der acht mutmaßlichen Täter überprüft, ihn dann aber laufen lassen. Am Sonntagabend wurde der 22-Jährige schließlich gefasst. Der einschlägig vorbestrafte Rechtsextreme gilt als Haupttäter. Er werde nun dem Haftrichter vorgeführt, hieß es weiter. Die Opfer hatten die Polizei wegen dieser Panne scharf kritisiert: Sie werfen den Beamten vor, sich zu lang mit ihren Personalien befasst zu haben, statt die noch anwesenden Täter zu stellen. Sie wollen eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Nach den sieben übrigen Schlägern wird weiterhin gefahndet.

Bei der Attacke waren fünf der insgesamt 14 Ensemble- Mitglieder des Nordharzer Städtebundtheaters krankenhausreif geschlagen worden. Die Opfer im Alter von 19 bis 32 Jahren erlitten Rippen- und Kieferverletzungen, Nasenbeinbrüche und Augenverletzungen. (dpa)

 
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