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Lupe Bahn will G8-Gegner auf dem Weg zum Gipfel melden

Die Deutsche Bahn will während des G8-Gipfels der Polizei zuarbeiten. Potenzielle Demonstrantengruppen sollen gemeldet werden. Und das Verfahren ist nicht neu.

Die Deutsche Bahn wird die Anreise größerer Reisegruppen in Richtung G8-Gipfel in Heiligendamm der Polizei melden. Dies entspreche der «geübten Praxis» bei Großereignissen wie Kirchentagen, der Love Parade oder Fußballspielen, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch in Berlin. Er reagierte damit auf einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung», demzufolge Zugbegleiter in Fernzügen angewiesen sind, potenzielle Demonstrantengruppen zu melden.

In einer Weisung an das Zugpersonal, aus der das Blatt zitiert, heißt es: «Da die globalisierungskritische Szene nicht unbedingt als solche zu identifizieren ist», sei «anlassbezogen eine Vormeldung von größeren Reisegruppen in Richtung Mecklenburg-Vorpommern (z.B. Rostock) an interne Stellen vorzunehmen». «Möglichem Gefahrenpotenzial» sei durch «polizeiliche bzw. betriebliche Maßnahmen frühzeitig und konsequent entgegenzuwirken».

Der Bahnsprecher sagte dazu, auch zur Disposition des eigenen Servicepersonals in Zügen und an Bahnhöfen sei die Information über größere Reiseströme notwendig. Es gehe auch darum, gegebenenfalls zusätzliche Wagen einzusetzen. Außerdem sei es bei Großveranstaltungen üblich, die Bundes- oder Landespolizei darüber zu informieren, wo mit Störungen zu rechnen sei.

Wegen des erwarteten Andrangs bei der Demonstration gegen den G8-Gipfel an diesem Samstag in Rostock setzt die Bahn einen Sonderzug aus Berlin ein. (dpa)