Kritiker werfen dem Studienzentrum Rechtslastigkeit vor. Das Zentrum selbst bezeichnet sich als «christlich-konservative Denkfabrik». Es wurde 1979 von Hans Filbinger gegründet, der im Jahr zuvor als Ministerpräsident zurücktreten musste, weil bekannt wurde, dass er als Marine-Richter zu Kriegsende an NS-Todesurteilen beteiligt war.Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) bezeichnete Filbinger nach dessen Tod am 1. April in einer Trauerrede als Gegner des Nazi-Regimes, nahm diese Behauptung aber später zurück und bedauerte sie. Inzwischen beendete Oettinger seine Mitgliedschaft im Trägerverein des Studienzentrums.
Das Studienzentrum war einst mit Spenden aus der Industrie aufgebaut worden und wird von der Hans-Filbinger- Stiftung finanziell unterstützt. Nach Informationen von Netzeitung.de flossen seit Anerkennung der Bildungseinrichtung 1989 rund 106.000 Euro an staatlichen Fördermittel in die Denkfabrik. In den vergangenen Jahren wurde die Förderung durch die BpB nach und nach zurückgefahren. Wurden der Einrichtung in den Jahren 1992 bis 1997 für Seminare meist 25.000 Mark (heute etwa 12.750 Euro) jährlich überwiesen, erhält Weikersheim inzwischen pro Jahr nur noch 2000 Euro. Die Mittel müssen jedes Jahr neu beantragt werden.