«Regierung geht beim Schutz des G8-Gipfels zu weit»
Das Demonstrationsrecht sei ein fundamentales Recht der Bürger, fügte der FDP-Politiker hinzu. Die Proteste müssten auch sichtbar sein. Die Bürger müssten die Wahl haben, wann, wo und wie sie demonstrierten. Die Mehrheit dürfe nicht darunter leiden, wenn eine Minderheit unter Umständen Gewalt anwende.
Die Polizeidirektion Rostock hatte am Dienstagabend eine Allgemeinverfügung über eine räumliche und zeitliche Beschränkung des Versammlungsrechts erlassen. Danach sind vom 30. Mai bis 8. Juni im Umkreis von 200 Metern um den Sicherheitszaun in Heiligendamm alle öffentlichen Versammlungen unter freiem Himmel verboten. Außerdem sind einige umliegende Orte betroffen, wie der Flugplatz Rostock-Laage. Zur Begründung hieß es, globalisierungskritische Kreise hätten wiederholt öffentlich dazu aufgerufen, den G-8-Gipfel real und effektiv zu blockieren und von seiner Infrastruktur abzuschneiden. (AP)
