Negativrekord bei Stichwahl in Sachsen-Anhalt
07.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Hintergrund der Wahl ist die Kreisgebietsreform, die am 1. Juli in Kraft tritt. Die Stichwahlen waren notwendig geworden, weil in den künftigen Kreisen Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Wittenberg, Salzland und Anhalt-Wittenberg im ersten Wahlgang am 22. April keiner der Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit erreichte. Rund 800.000 Wahlberechtigte waren zum erneuten Gang in die Wahllokale aufgerufen.
Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) äußerte sich erneut besorgt über die geringe Wahlbeteiligung. «Zusammen mit den wachsenden Aktivitäten der Rechtsextremisten sehe ich in der grassierenden Politikverdrossenheit eine ernste Gefahr für unsere Demokratie», sagte Böhmer in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift «Super Illu». (dpa)

