netzeitung.deNegativrekord bei Stichwahl in Sachsen-Anhalt

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Besorgt über die Demokratie im eigenen Land: Böhmer mit seinem Vize Bullerjahn (l.) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Besorgt über die Demokratie im eigenen Land: Böhmer mit seinem Vize Bullerjahn (l.)
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Bei der Kommunal-Stichwahl in dem ostdeutschen Bundesland hat sich die CDU durchgesetzt. Nur jeder fünfte der 800.000 Wahlberechtigten ging an die Urne.

Die CDU hat sich bei den Landrats-Stichwahlen in Sachsen-Anhalt weitgehend durchgesetzt und damit die Kommunalwahl insgesamt gewonnen. Allerdings ging am Sonntag nur jeder fünfte Wahlberechtigte an die Urne.

Die Wahlbeteiligung lag bei 20,1 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. In der ersten Runde der Kommunalwahlen vor zwei Wochen hatte es bereits ein historisches Wahlbeteiligungs- Tief von 36,5 Prozent gegeben.

Hintergrund der Wahl ist die Kreisgebietsreform, die am 1. Juli in Kraft tritt. Die Stichwahlen waren notwendig geworden, weil in den künftigen Kreisen Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Wittenberg, Salzland und Anhalt-Wittenberg im ersten Wahlgang am 22. April keiner der Bewerber die erforderliche absolute Mehrheit erreichte. Rund 800.000 Wahlberechtigte waren zum erneuten Gang in die Wahllokale aufgerufen.

Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) äußerte sich erneut besorgt über die geringe Wahlbeteiligung. «Zusammen mit den wachsenden Aktivitäten der Rechtsextremisten sehe ich in der grassierenden Politikverdrossenheit eine ernste Gefahr für unsere Demokratie», sagte Böhmer in einem am Sonntag vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift «Super Illu». (dpa)