netzeitung.deDeutschland in der Nachwuchsfalle

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Fußball-Nachwuchs (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Fußball-Nachwuchs
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Wenn die finanzielle und persönliche Situation stimmt, dann sind die meisten Deutschen bereit für Nachwuchs. Doch viele sehen diese Bedingungen für sich nicht erfüllt.

Nur knapp die Hälfte der Deutschen würde Frauen in der heutigen Zeit zu einem Kind raten. Das geht aus einer am Donnerstag von der Hamburger Familien-Initiative «wellcome» in Hamburg vorgestellten Emnid-Umfrage hervor. Demnach empfinden 49 Prozent der Bundesbürger Nachwuchs als Bereicherung, auch wenn es mal schwierige Situationen zu bewältigen gibt.

Für die andere Hälfte der Bundesbürger sind Kinder nur vorstellbar, wenn die finanzielle und persönliche Situation es erlaubt, da Kinder Zeit, Zuwendung und ein abgesichertes Umfeld brauchen. Neun Prozent der Befragten würden laut der Umfrage ganz von einem Kind abraten, da zu viele Gründe dagegen sprächen, beispielsweise persönliche und berufliche Einschränkungen sowie Schwierigkeiten durch eine immer kinderloser werdende Gesellschaft.

Bei den Männern raten nur 45 Prozent uneingeschränkt zu einem Kind, acht Prozent sind völlig dagegen. Von den Frauen sprechen sich 53 Prozent uneingeschränkt für Nachwuchs aus, zehn Prozent absolut dagegen. Je jünger die Befragten sind, desto weniger ratsam finden sie es, Kinder zu bekommen. Von den neun Prozent, die zu viele Gründe dagegen sehen, ist die Gruppe derer, die noch Kinder bekommen könnten, besonders hoch.

Von den befragten jungen Menschen im Alter von 14 bis 39 Jahren möchte rund ein Drittel keine Kinder.

Die Umfrage zeigt auch regionale Unterschiede. Im Osten sind 15 Prozent der Meinung, dass zu viele Gründe gegen Kinder sprechen, im Westen sind es dagegen nur acht Prozent. In Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen und Bayern sind demnach jedoch fast 60 Prozent vom Glück durch ein Kind überzeugt.

Die Umfrage wurde im Auftrag der Hamburger Familien-Initiative «wellcome» und der Körber-Stiftung durchgeführt. Befragt wurden 1019 Personen zwischen 14 und 70 Jahren. (AP)