Das im Auftrag der Berliner Grünen erstellte Papier soll am Donnerstag bei einer so genannten Expertenanhörung im Berliner Abgeordnetenhaus präsentiert werden. Es knüpft an einen bereits seit Jahren dauernden Streit über die Computer in den Berliner Verwaltungen an: Sollen die Rechner in den Behörden mit den Betriebssystemen des Softwarekonzerns Microsoft laufen, oder sollen sie so schnell wie möglich auf das kostenfreie Betriebssystem Linux umgestellt werden? Der Aufforderung des Berliner Parlaments, eine Open-Source- IT-Strategie für die Hauptstadt zu entwerfen, entzog sich der Senat bisher mit dem Verweis auf den bestehenden «Open-Systems-Ansatz». In einem vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und Innensenator Ehrhart Körting (beide SPD) unterzeichneten Papier, das Netzeitung.de vorliegt, heißt es dazu: Die von den Abgeordneten angemahnte Migration hin auf freie Software «widerspricht den der IT-Strategie zu Grunde liegenden Zielen und erscheint dem Senat [...] als nicht marktkonforme, technologisch und insbesondere wirtschaftlich nicht vertretbare Maßnahme». In seinen Konsequenzen sei der Beschluss der Abgeordneten daher so «nicht umsetzbar».