30. Apr 2007 15:57
Berlin rüstet sich für den 1. Mai: Die Polizei baut das seit Jahren praktizierte Konzept der «ausgestreckten Hand» aus - mit einer Einheit namens «Aufklärung + Intervention».
Die Einheit «Aufklärung + Intervention» (A+I) ging aus der Sonderkommission gegen Hooligans hervor, die die Polizei zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 aufgestellt hatte. Vor 20 Jahren hatten sich am 1. Mai im West-Berliner Stadtteil Kreuzberg Randalierer eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Über 30 Geschäfte wurden geplündert, viele Autos in Brand gesteckt. Seither kam es jedes Jahr am 1. Mai zu Gewaltausbrüchen, nach der Wiedervereinigung zeitweise auch in östlichen Stadtteilen. In den beiden vergangenen Jahren ging es aber deutlich friedlicher zu.
Auch in diesem Jahr rechnet Innensenator Ehrhart Körting (SPD) mit einem ruhigen 1. Mai. Im Inforadio des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) sagte er, trotz des bevorstehenden G8-Gipfels in Heiligendamm gebe es keine Hinweise auf Gewalttaten oder auf die Anreise von Demonstranten von auswärts. Nach offiziellen Angaben stehen etwa 5000 Beamte bereit, um eventuelle Krawalle zu unterbinden, davon etwa 1000 aus anderen Bundesländern. (dpa)