SC Magdeburg gewinnt EHF-Pokal
29.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Wir haben lange gewartet die letzten Jahren. Das war so ziemlich der einzige Titel, der möglich war für uns. Ich muss mich jetzt richtig freuen und es auskosten, denn in absehbarer Zeit wird dies wohl nicht mehr möglich sein», sagte Stefan Kretzschmar. Damit hat sich das Desaster vom 7. Mai 2005 - damals verlor der SCM gegen TuSEM Essen nach einem 30:22-Hinspielsieg in letzter Sekunde noch den Titel (22:31) - nicht wiederholt. Weltmeister Oliver Roggisch meinte: «Wir werden zwei Tage durchtrinken, danach wollen wir noch den Champions- League-Platz holen. Alle haben sich für diesen Titel den Arsch aufgerissen.»
Erst in der dritten Minute eröffnete Kretzschmar mit einem Rückhandwurf den Torreigen. Aber wer geglaubt hatte, die Gastgeber würden zu einem Sturmlauf ansetzen, wurde enttäuscht. In der Offensive gelang so gut wie gar nichts. Allein Torhüter Silvio Heinevetter war es zu verdanken, dass Aragón nach einer 8:5-Führung (20.) nicht noch weiter davon zog. Auch nach dem Wiederanpfiff war es erneut Heinevetter, der mit vier Glanzparaden seine Mannschaft im Spiel hielt.
Beim 21:17 (44.) konnten sich die Magdeburger erstmals mit vier Toren absetzen, verpassten es anschließend durch eigene Unzulänglichkeiten aber, frühzeitig sich abzusetzen (22:21/50.). Erst drei Minuten vor Schluss sorgten Yves Grafenhorst und Christian Sprenger mit zwei Kontern hintereinander für die Vorentscheidung. «Davon habe ich mein ganzes Leben geträumt. Ich war früher Fan und habe selbst auf dem Balkon zugejubelt. Jetzt kann ich das alles selber mitmachen», sagte Christoph Theuerkauf. Der überragende Heinevetter stellte fest: «Wir haben als Mannschaft gewonnen. Für einige war es aber der erste Titel. Selbst zwei Minuten vor Schluss war noch alles offen.» (dpa)

