Bundestag ersetzt alten Ethikrat durch neuen
27.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Aufgabe des neuen wie des alten Gremiums ist die Beratung der Regierung in ethischen Fragen wie etwa der Gültigkeit von Patientenverfügungen und der Debatte um das Klonen. Die vielfältigen Fragen, die der Fortschritt in den Lebenswissenschaften aufwerfe, seien mit immer neuen Herausforderungen und Problemen verbunden, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bildungsministerium, Thomas Rachel (CDU). Dabei solle der Deutsche Ethikrat wertvolle fachliche Unterstützung leisten.
Ende März einigte sich die große Koalition zudem auf einen zusätzlichen Ethikbeirat aus neun Parlamentariern, der künftig Anregungen, Wünsche und Aufträge aus dem Deutschen Bundestag entgegennehmen und an den Ethikrat weiterleiten soll.
Die Grünen- und Linksfraktion kritisieren den Beirat als nicht ausreichend. Grünen-Biotechnologiexperte Reinhard Loske verspottete den Ethikrat und den parlamentarischen Beirat als «Geheimrat mit Lesezirkel». Er kritisierte, dass der Beirat Stellungnahmen des künftigen Ethikrates entgegennehmen, aber sich selbst inhaltlich dazu nicht äußern dürfe. (epd)

