25. Apr 2007 11:42, ergänzt 15:21
Der Mensch dürfe nicht zum Objekt gemacht werden, sagt Unionfraktionschef Kauder. Die Vorschläge des Ethikrates zur gesetzlichen Neuregelung für die Organspende lehnt er daher ab.
Der Ethikrat hatte sich am Dienstag dafür ausgesprochen, dass Verstorbenen künftig Spenderorgane entnommen werden dürfen, wenn sie dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben. Angehörige sollten eine Entnahme jedoch auch noch nach dem Tod des potenziellen Spenders stellvertretend verweigern können. Auch die Grünen kritisierten dieses Modell. Der Vorschlag des Ethikrates sei «ein Anschlag auf das verfassungsrechtlich garantierte Selbstbestimmungsrecht des Menschen», heißt es in einer Presseerklärung der zuständigen Sprecherinnen Biggi Bender und Elisabeth Scharfenberg. Das Ziel, mehr Organspenden in Deutschland zu erhalten, könne auch auf anderem Wege erreicht werden.