netzeitung.deMerkel für U2-Sänger Bono «sehr weise Frau»

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Bono hält viel von Angela Merkel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bono hält viel von Angela Merkel
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Dass eine wirksame Bekämpfung von Armut Geld kostet, wissen auch die Industrieländer. Doch ihre Zahlungsmoral ist nicht die Beste. Rockstar Bono setzt daher auf Deutschland.

Zwei Monate vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat ein wichtiger Fürsprecher für Afrika, der U2-Sänger Bono, von Deutschland mehr Entwicklungshilfe gefordert. «Wir dachten, wenn es ein Land gibt, das seine Versprechen hält, dann ist es Deutschland», sagte Bono der Wochenzeitung «Die Zeit» angesichts der Tatsache, das Deutschland seine Entwicklungshilfezusagen vom G8-Gipfel 2006 in Gleneagles nicht eingelöst habe. «Es wäre ein Desaster, wenn die deutsche Regierung nicht zu ihrem Wort stünde, auch weil es die anderen Regierungen nachmachen würden.»

Insgesamt sanken die Entwicklungsausgaben im vergangenen Jahr laut dem Jahresbericht der Industrieländerorganisation OECD erstmals seit 1997 - und zwar um 5,1 Prozent gegenüber 2005 auf rund 83 Milliarden Euro. Die positive Bilanz der Jahre davor war zu einem großen Teil auf die stufenweise Anrechnung von Entschuldungen für Länder wie Irak und Nigeria zurückzuführen. Das hat die Entwicklungsbudgets eine Zeit lang entlastet, kommt aber ab 2008 kaum noch zum Tragen. Der bis 2015 versprochene Zuwachs der Mittel zur Armutsbekämpfung werde daher ohne bessere Zahlungsmoral verfehlt, warnen die Experten.

Große Erwartungen richten sich demnach an Deutschland. Reinhard Hermle, Entwicklungsexperte bei Oxfam Deutschland sprach gar von einer «ziemlichen Hypothek für den G8-Gipfel von Heiligendamm».

U2-Sänger Bono zeigte sich zuversichtlich und vertraut auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Politikerin sei eine «sehr weise Frau», da sie die «Unterstützung für Afrika nicht nur als moralischen Imperativ sieht, sondern auch als geopolitische Notwendigkeit». Für ihn stellt sich jedoch die Frage, wie sich «ihre guten Absichten in hartes Geld» umwandeln lassen. Denn wenn es ums Image geht, dann ist er «lieber ein harter Geschäftsmann als Mutter Teresa». (nz)