16. Mrz 2007 17:28
Mit Erfolg hat ein Oberstleutnant Einspruch gegen seine Beteiligung am umstrittenen Tornado-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan erhoben. Er wurde in eine andere Abteilung versetzt.
Rose hatte bei seinen Vorgesetzten die Mithilfe beim anstehenden Tornado-Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verweigert und den Antrag gestellt, von weiteren Aufgaben im Zusammenhang mit dem Auftrag entbunden zu werden. Der Oberstleutnant ist für die logistische Unterstützung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr zuständig. «Der Einsatz ist völkerrechtswidrig, weil mit den Tornados der Kreuzzug von US-Präsident George W. Bush gegen den Terrorismus unterstützt wird», kritisiert Rose. Die Kriegsführung im Süden Afghanistans schere sich nicht um den Schutz der Zivilbevölkerung. Die Kampfeinsätze der USA im Süden seien nicht vom UN-Sicherheitsrat mandatiert.
Nach Angaben der Zentralstelle zum Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer in Bockhorn haben allein in den vergangenen 14 Tagen vier Reservisten der Bundeswehr einen Antrag auf Dienstverweigerung gestellt, wie die Zeitung schreibt. Alle vier sind zwischen 40 und 50 Jahre alt und begründen ihren Schritt mit den internationalen Einsätzen der Bundeswehr. «Das zeigt, dass diese Kampfeinsätze auch innerhalb der Streitkräfte zunehmend kritisch gesehen werden», wird Zentralstellen- Geschäftsführer Peter Tobiassen zitiert.
Auch auf der «Homepage Forum-Wehrpflicht» häuften sich Einträge, in denen Männer über ihre nachträgliche Dienstverweigerung berichten. (AP)