08. Mrz 2007 19:22
Die CDU geht davon aus, dass Deutschland mehr als nur Tornados in den Süden Afghanistans schicken muss. Kanada und Norwegen haben schon erste Forderungen gestellt.
Am Freitag entscheidet der Bundestag über die Entsendung von Tornados. Bislang sind in Afghanistan 3000 Bundeswehrsoldaten stationiert, vorwiegend jedoch im sichereren Norden des Landes. Vor wenigen Tagen hat die Nato ihre «Frühlings-Offensive» gegen die radikal-islamischen Taliban-Kämpfer im Süden und Osten Afghanistans gestartet. Damit sollen auch in diesen Regionen die Voraussetzungen für einen erfolgreicheren zivilen Aufbau in einem sicheren Umfeld geschaffen werdenOffiziell gibt noch keine Anfrage für eine weiter gehende Unterstützung im Süden. «Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Bündnispartner angesichts der erwarteten harten Kämpfe uns bitten, sie kurzfristig auch im Süden zu unterstützen», zitiert das «Handelsblatt» den stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzende Andreas Schockenhoff(CDU). Nach dem Mandat der von der Nato geführten Internationalen Schutztruppe kann die Bundeswehr für zeitlich und im Umfang begrenzte Unterstützungsmaßnahmen in ganz Afghanistan eingesetzt werden. «Dann sollten wir auch in der Lage sein, effektiv und robust zu helfen.»