Gabriel will Tempolimit auf Autobahnen
Ein Tempolimit würde dazu führen, «dass die schweren Verletzungen, Unfälle, Schädelhirntrauma und Todesfälle deutlich abnehmen. Das ist ein Grund, warum man für ein Tempolimit sein sollte», sagte der SPD-Politiker. Ein Tempolimit aus CO2-Gründen birgt nach den Worten des Ministers die «ganz große Gefahr, dass die Republik sich darüber streitet und die Autoindustrie sich still und heimlich verdrücken kann». Dies sei nicht sein Weg.
Wenn die Automobilindustrie nicht freiwillig die CO2-Emissionen reduziere, werde es ein Gesetz auf europäischer Ebene geben. Die Forderung der Union, wieder stärker auf Kernkraft zu setzen, wies Gabriel erneut zurück. Die Klimaschutzziele sollten stattdessen erreicht werden, indem der Anteil der erneuerbaren Energien auf mindestens 28 Prozent des Energiemixes steige.
Der Minister will die Fluglinien außerdem zum Emissionshandel verpflichten. «Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft setzt sich dafür ein, den Flugverkehr in den Emissionshandel einzubeziehen», sagt Gabriel.
Zuvor war bekannt geworden, dass Gabriel den Antrag des Energiekonzerns RWE auf eine längere Laufzeit des hessischen Kernkraftwerks Biblis A ablehnen will. Nach den bisherigen Planungen müsste der älteste deutsche Atommeiler im kommenden Jahr abgeschaltet werden. RWE hatte im September jedoch beantragt, Reststrommengen des bereits stillgelegten pfälzischen Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf Biblis A zu übertragen.
(nz)

