Warnung vor «Cyber-Dschihadismus»
15.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Bedeutung der Internet-Propaganda sei auch bei den Ermittlungen im Fall des Kofferbomben- Attentäters deutlich geworden. Mit ihrer Propaganda im Internet bringen die terroristischen Vereinigungen die auf der ganzen Welt verstreuten Kämpfer und Unterstützer auf ihre Linie. «So lässt sich anonym und schnell ein Netzwerk aufrechterhalten», sagte Griesbaum.
Doch nicht nur Terroristen nutzen moderne Kommunikationstechnik. So versucht die auf psychologische Kriegsführung spezialisierte britische Armee-Einheit 15 (UK) Psychological Operations Group Mitglieder der Taliban in Afghanistan mit Kurzmitteilungen zu verunsichern und vom Kampf abzuhalten. «Wir wissen, wer Du bist. Gib auf!», lesen die Kämpfer zum Beispiel auf dem Display ihres Mobiltelefons, oder: «Geh nach Hause. Ihr werdet uns niemals besiegen.»
Wirkungsvoller als diese Einschüchterungsversuche dürften hingegen gezielte Desinformation sein, bei der eine per verschickte SMS Falschmeldung als Nachricht aus den eigenen Reihen getarnt wird. Die Mobilnummern der Taliban-Kämpfer bekommt die Armee-Einheit vom Geheimdienst. (nz)

