Der CDU-Kreisvorstand habe sich deutlich von Nitzsches Äußerungen distanziert, hieß es. Nitzsche selbst war bei der Sitzung anwesend. Der Bundestagsabgeordnete hatte nach Bekanntwerden des Vorfalls sein Bedauern geäußert und von einem Missverständnis gesprochen. CDU-Landeschef Milbradt sowie Partei-Generalsekretär Michael Kretschmer hatten ihm bei nochmaligen rechtslastigen Aussagen mit Parteiausschluss gedroht.Nitzsche, der seit 2002 im Bundestag sitzt, war bereits früher mehrfach wegen rechtslastiger Äußerungen aufgefallen. Zuletzt zog er 2005 mit der bei Rechtsextremen beliebten Parole «Arbeit, Familie, Vaterland» in den Wahlkampf. 2003 sorgte er für negative Schlagzeilen, als er in einem Vortrag über Zuwanderung vom «letzten Ali aus der letzten Moschee» sprach und behauptet, eher würde einem Muslim «die Hand abfaulen», als dass er CDU wähle. (nz)