Die sächsische CDU missbilligte Nitzsches Äußerungen: Generalsekretär Michael Kretschmer sagte am Donnerstag, die Partei akzeptiere diese Äußerungen nicht. Ex-Innenminister Heinz Eggert (CDU) forderte von der Spitze des Landesverbandes, ein Parteiausschlussverfahren zu prüfen, «weil man solche Äußerungen nicht unwidersprochen gelten lassen darf ». Auch Linkspartei und SPD kritisierten Nitzsche scharf. Der Zentralrat der Juden in Deutschland warf Nitzsche die Verwendung von NPD-Vokabular vor, die Grünen forderten den Parteiausschluss des Politikers. Der 47-Jährige war bereits mehrfach wegen seiner Äußerungen aufgefallen. Zuletzt war er 2005 mit der bei Rechtsextremen beliebten Parole «Arbeit, Familie, Vaterland» in den Wahlkampf gezogen. Ebenfalls scharfe Kritik hatte er sich 2003 eingehandelt, als er in einem Vortrag über Zuwanderung vom «letzten Ali aus der letzten Moschee» sprach und sagte, eher würde einem Muslim «die Hand abfaulen», als dass er CDU wähle. (nz)