Schädel-Spiele für Soldaten juristisch folgenlos
03.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Bundeswehrsoldaten sich in Afghanistan mit Gebeinen und Schädeln aus Gräbern gegenseitig fotografiert hatten. Die Bilder sorgten für vehemente Kritik und eine heftige Debatte über die Bundeswehr.
Unterdessen erwägt die Bundeswehr nach den Fehltritten ihrer Angehörigen eine Geste der Wiedergutmachung: Die Armee prüfe ein Engagement zur Errichtung einer Grabstätte für die Leichenteile, sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung sagte der «Bild». Dem Stand der Ermittlungen nach stammen die Skelett-Teile von derselben Stelle: Die Soldaten bedienten sich in einer Lehmgrube nur wenige Kilometer vom deutschen Feldlager «Camp Warehouse» entfernt. (nz)

