Deutsche Firma will Atommüll ausfliegen
28.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der Atommüll stammt aus dem ehemaligen DDR-Kernforschungszentrum Rossendorf bei Dresden. Es handelt sich um alte Brennelemente, Brennstäbe und Brennstoffscheiben. Antragsteller ist die Nuklear Cargo + Service GmbH im hessischen Rodenbach.
Die Fracht soll im russischen Kernforschungszentrum Podolsk wieder für den Nuklearkreislauf nutzbar gemacht werden. Der beantragte Transporttermin ist der 1. Dezember. Der Reaktor in Rossendorf ist sowjetischer Bauart und seit 1991 stillgelegt.
Der geplante Transport sei sicher, sagt dagegen der Sprecher des Bundesumweltministeriums, Thomas Hagbeck. Das fragliche Material sei zwar hoch angereichert, aber nicht waffenfähig. Ein Lufttransport sei aufgrund der Länge der Strecke sinnvoll. Der Anreicherungsgrad beträgt den Angaben zufolge 36 Prozent.
Hintergrund der Rückführung ist ein Abkommen unter Beteiligung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Ziel des Vertrages ist es, die atomaren Hinterlassenschaften aus dem Kalten Krieg in ihre Ursprungsländer zurückzubringen. In Deutschland wurde nach Angaben des BfS seit 2003 bereits vier Mal Uran auf dem Luftweg transportiert. (nz)

