Vier von sechs identifizierten Beteiligten an den angeblichen Leichenschändungen in Afghanistan sind nicht mehr bei der Bundeswehr. Bei den beiden anderen will Verteidigungsminister Jung Konsequenzen ziehen.
Die Bundeswehr hat sechs Beteiligte der angebliche Leichenschändungen in Afghanistan identifiziert. «Vier sind nicht mehr bei der Bundeswehr, bei zwei weiteren werden wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen», sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) am Mittwochabend im ZDF-«heute journal». Insofern sei man in Hinblick auf die Aufklärung schon einen entscheidenden Schritt weiter gekommen.
Jung hatte zuvor schonungslose Aufklärung zugesagt und den betroffenen Soldaten mit Entlassung gedroht. Die Männer kamen vermutlich aus dem bayerischen Standort Mittenwald. Die «Bild»-Zeitung hatte die Affäre mit der Veröffentlichung von Fotos ins Rollen gebracht, auf denen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan mit zum Teil obszönen Gesten einen Totenschädel präsentieren. (nz)