«Ich finde sie abstoßend und Ekel erregend», sagte der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Bernhard Gertz, im ZDF-«Morgenmagazin». Diese Vorfälle müssten ganz schnell aufgeklärt werden. «Solche Leute können wir in unserer Armee nicht gebrauchen», sagte der Oberst. Auch der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, sagte, es könne nur eine Reaktion geben: «sofortige und schonungslose Aufklärung mit allen zu Gebote stehenden Mitteln».Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), forderte ebenfalls eine schnelle und gründliche Aufklärung der Vorwürfe. Er sagte im Inforadio des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB), dies sei auch im Interesse der Bundeswehr selbst, die in Afghanistan einen guten Ruf habe. «Wir müssen wissen, ob es sich dabei um Einzelfälle handelt, wovon zunächst einmal, denke ich, auszugehen ist, aber das muss aufgeklärt werden, damit der Ruf der Bundeswehr keinen Schaden leidet.»
Der Schädel könnte laut «Bild» aus einem möglichen Massengrab in der Nähe von Kabul stammen. Unklar sei, ob es sich bei dem Totenschädel um die sterblichen Überreste eines Afghanen oder möglicherweise eines russischen Soldaten handele, der während der sowjetischen Besatzungszeit (1979-1989) gefallen sein könnte. (nz)