17.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Christa Müller
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Christa Müller, Frau des Chefs der Linksfraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine, hat mit einer drastischen Wortwahl in der Armutsdebatte für Erstaunen gesorgt. Müller ist im saarländischen Landesvorstand der Linkspartei.
Christa Müller, Mitglied im Landesvorstand der Saar-Linkspartei, hat mit einer drastischen Formulierung für Aufregung gesorgt. Durch umfassende staatliche Familienberatung lasse sich die «Reproduktion des asozialen Milieus» begrenzen, sagte sie am Montag bei einer Pressekonferenz.
Am Dienstag verteidigte die Ehefrau des Bundestags-Fraktionschefs der Linkspartei, Oskar Lafontaine, ihre Wortwahl im Gespräch mit der «Süddeutschen Zeitung»: «Wir neigen in Deutschland dazu, nur das zu sagen, was politisch korrekt ist. Und ich bin der Meinung, wir sagen deshalb nicht mehr die Wahrheit.»
Mit «Reproduktion» sei das «Fortbestehen der asozialen Milieus» im Fall fehlender Eingriffe gemeint. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion im Saarland, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, kritisierte Müller: «Die Linkspartei zeigt damit ihre wahre Wertschätzung derjenigen, die sie vorgibt zu vertreten». (nz)