Stoiber wegen Umfragewerten unter Druck
Als mögliche Nachfolger für Stoiber nannte Doppel Bundesverbraucherminister Horst Seehofer oder den bayerischen Innenminister Günther Beckstein. Schon nach Stoibers Rückzieher als designierter Bundesminister im vergangenen Jahr hatte der CSU- Kreisvorsitzende öffentlich den Rücktritt des Parteichefs gefordert.
Dagegen stärkte der JU-Landesvorsitzende Manfred Weber dem CSU- Chef den Rücken. Die Junge Union werde ihm «Rückendeckung geben», seine Reformpläne durchzusetzen, sagte Weber am Freitag in München. Als einen Grund für das schlechtere Abschneiden der CSU in den jüngsten Umfragen sah Weber den Streit der Großen Koalition um die Gesundheitsreform. Die Umfragen sehen die CSU bei einer Landtagswahl derzeit zwischen 49 und 54 Prozent. 2003 kam sie auf 60,7 Prozent.
Der ehemalige bayerische Justizminister Alfred Sauter brachte nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» für den CSU- Parteitag Ende kommender Woche einen Antrag ein für eine Direktwahl des Ministerpräsidenten und eine Begrenzung der Amtszeit auf zwei Legislaturperioden. Stoiber ist seit 1993 Ministerpräsident. Sauter gilt als einer seiner schärfsten parteiinternen Kritiker. (nz)

