Münchener Fleischhändler begeht Selbstmord
06.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der 74-Jährige sei um 6 Uhr zum Frühsport in den Sportraum in Keller gegangen, berichtete ein Polizeisprecher. Als er zum Frühstück noch nicht zurück gewesen sei, habe die Ehefrau nachgesehen und ihn erhängt am Treppenaufgang gefunden.
In den Kühlhäusern der Firma des Mannes hatten Kontrolleure mehr als 40 Tonnen vergammeltes Döner- und Entenfleisch entdeckt. Bei einer Durchsuchung der Geschäftsräume am vergangenen Donnerstag wurden mehr als zehn Tonnen Fleisch sichergestellt, bei dem die Haltbarkeitsdaten zum Teil um vier Jahre überschritten waren.
Die Firma lieferte in alle Bundesländer und mehrere EU-Staaten. Der Händler soll große Fleischmengen trotz abgelaufener Haltbarkeit in Verkehr gebracht haben. Er hatte zu den Vorwürfen geschwiegen. (nz)

