CDU-Verband soll Minister überwacht haben
31.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
«Die CDU bereitet noch heute strafrechtliche Schritte gegen den Urheber der Falschdarstellungen vor, der sogar offensichtliche Fälschungen in Umlauf gebracht hat», hieß es in einer Mitteilung. Nelte selbst war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Die brandenburgische CDU teilte am Abend mit, die Weiterleitung von E-Mails sei «offen» erfolgt. Eingehende Mails seien wie Faxe oder Briefe seitens der Geschäftsstelle an die Empfänger weitergeleitet worden. «Die Empfänger sahen also, dass eine Weiterleitung seitens der CDU-Mitarbeiter erfolgte. Insofern waren diese Abläufe transparent, offen und für die Empfänger nachvollziehbar.»
Schoenland sagte, Nelte habe ihm gegenüber zu verstehen gegeben, die Mails «im Auftrag von (CDU-Generalsekretär) Sven Petke» zu überwachen. Schoenland räumte aber ein, bislang lediglich Beweise gegen Nelte zu haben. Petke wies die Vorwürfe zurück. Er habe keine Anweisungen gegeben, E-Mails an andere CDU-Politiker unbemerkt an ihn weiterzuleiten. Zugleich bestätigte er, dass Schoenland bis zuletzt als Wahlkreismitarbeiter für ihn gearbeitet habe. Er habe ihm am Donnerstag gekündigt. (nz)

