Ein solches hätte nur Aussicht auf Erfolg, wenn die Beobachtung der Partei mit nachrichtendienstlichen Mitteln eingestellt würde. Diese sei aber aus sicherheitspolitischen Erwägungen notwendig, sagte Schäuble: «Deswegen beabsichtigt der Bundesminister des Innern nicht, einen Verbotsantrag zu stellen.» Im Übrigen müsse die Auseinandersetzung mit der NPD mit allen politischen und sonstigen rechtlichen Mitteln geführt werden.Linksfraktions-Vize Petra Pau befürchtet, dass eine neue Verbotsdebatte die NPD stärken könnte. Das erste Verfahren sei am Starrsinn des damaligen Bundesinnenministers Otto Schily (SPD) und an der V-Leute-Praxis des Bund und der Ländern gescheitert. Auch Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) und der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf (FDP) hatten einem neuen Anlauf, die NPD zu verbieten, am Dienstag keine Chancen eingeräumt.(nz)