30. Aug 2006 07:53, ergänzt 09:04
Der Vorsitzende der Jungen Union, Mißfelder, will Kindergeld vor allem den Kindern zugute kommen lassen. Mit Kontrollen solle der Staat verhindern, dass Eltern ihren Nachwuchs vernachlässigen.
Wenn der Staat schon Geld aufwendet für die Kinder, soll das auch dem Nachwuchs zugute kommen. So verlangt es der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Philipp Missfelder, und plädiert für Kontrollen, wie Eltern das Kindergeld verwenden. «Wenn es nachweisbare Indizien für Verwahrlosung gibt, muss nach der Verwendung des Kindergeldes gefragt werden», sagte Missfelder der «Osnabrücker Zeitung». Die finanziellen Aufwendungen für den Nachwuchs seien schließlich eine sozialpolitische Maßnahme für die Kinder. «Daher sollen sie allein von dem Geld profitieren», sagte Mißfelder. Aus der öffentlichen Kasse gehen für das erste, zweite und dritte Kind je 154 Euro, ab dem vierten 179 Euro an Eltern. Mißfelders Vorstoß basiert auf der Vermutung, dass Eltern diesen Zuschuss für eigene Zwecke verwenden. Besonders in Familien mit geringem Einkommen oder Leistungsempfängern ist die Versuchung groß, das Kindergeld umzuwidmen und die Kleinen kurz zu halten.