19. Aug 2006 08:26, ergänzt 10:35
Im Zusammenhang mit den geplanten Bombenanschlägen auf Regionalzüge hat die Polizei den Kieler Hauptbahnhof am Samstag einige Stunden abgesperrt. Laut Medienberichten fasste sie dort einen der Verdächtigen.
Das Blatt beruft sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen. Die Bundesanwaltschaft wollte später eine Stellungnahme abgeben. Auch die Nachrichtenagentur dpa berichtete von einer Festnahme.Während des Einsatzes suchten die Ermittler nach verdächtigen Gegenständen. Offizielle Angaben über eventuelle Funde oder Festnahmen gab es zunächst nicht.
In Kiel füllte sich der Hauptbahnhof am Samstag nach 9 Uhr morgens nach und nach wieder mit Reisenden. Nur die Gleise 3 und 4 - der Kopfbahnhof hat nur sechs Gleise - blieben mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.
Das Bundeskriminalamt (BKA) fahndet derzeit intensiv nach zwei Verdächtigen, die Ende Juli zwei Bombenanschläge auf Regionalzüge verüben wollten. Am Freitag waren Aufnahmen einer Videokamera der beiden Männer veröffentlicht worden. Für Hinweise wurde eine Belohnung von 50.000 Euro ausgesetzt. Nach Erkenntnissen des BKA entgingen die Fahrgäste zweier Regionalzüge nur haarscharf den Bombenanschlägen. Die Zünder der am 31. Juli in Zügen nach Hamm und Mönchengladbach gefundenen Kofferbomben hatten bereits zeitgleich um 14.30 Uhr ausgelöst. Nur ein handwerklicher Fehler habe verhindert, dass die Hauptladungen explodiert seien.